Juno und Hera

Juno ist die römische Göttin der Geburt, der Ehe und des Heimes. Bei den Griechen entspricht Juno der Göttin Hera. fullsizeoutput_55ec

Aus sabinisch-etruskischer Herkunft vermutet man die Mutter Göttin Uni. So fühlt man sich doch in lauen Juninächten dem UNI-versum sehr nahe.

Juno ist verheiratet mit Jupiter – der zugleich ihr Bruder ist – und somit die höchste römische Göttin. Ihre Eltern waren Saturn und Rhea. Sie ist die Göttin des Himmels, des Lichts und des Neumondes.

Als Göttin der Frau ist sie der Inbegriff für Weiblichkeit. Dargestellt wird sie oft mit einem Pfau. Ihre heiligen Tiere sind neben dem Pfau (Regina/Königin), Gans (Moneta/ Mahnung), Schlange (Lanuvium) und die Krähe als Zeichen der Gattentreue.

Es war Brauch beim Anbeten der Juno alle Knoten am Kleid und in den Haaren zu lösen und keine verschränkten Hände zu haben, um auf eine komplikationslose Geburt zu hoffen. Bei der Entbindung stelle man Kerzen für Juno auf. Nach der Geburt deckten die frischgebackenen Mütter den Tisch eine Woche für Juno mit als Dank für die leichte Geburt.

Dem Mythos nach hat Juno mit ihrer „heiligen Lilie“ den Gott Mars empfangen – welche durch ihre dreiblättrige Blüte die „Yoni“ symbolisiert. Uni – Yoni? Yoniversum? Auch die heilige Jungfrau Maria soll den „göttlichen Samen“ gefiltert durch eine Lilie empfangen haben.  Weitere Kinder der Juno sind neben Mars (Ares), Juventas (Hebe), Vulcanus (Hephaistos) und Eileithya.

Juno ist die Göttin der erwachsenen Frau, die Verantwortung für sich und ihre Familie übernimmt. Außerdem verbündet sie sich solidarisch mit allen ehrbaren Frauen. Juno ist nicht mehr die frühlingshafte jungfräuliche Göttin, sondern die des beginnenden Sommers und der voll schöpfbaren Quelle des Lebens.

Als Königin der Götter trägt sie ein Diadem, ein mit Juwelen besetztes Zepter und eine Opferschale.